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Oktober 2026

🎃 Wenn der Kürbis mit dem Sekt flirtet – Herbstküche!

Der Herbst hat eine ziemlich klare Meinung zum Essen: Butter darf sein, Schwammerl sowieso, und beim Kürbis darf man ruhig ein bisserl großzügiger werden.

Die Tage werden kürzer, die Gerichte kräftiger und die Rotweinflaschen rücken wieder verdächtig weit nach vorne.

Aber Moment! Wer hat eigentlich beschlossen, dass Schaumwein im Herbst nur zum Aperitif eingeladen wird?

Da wird ein schönes Glas eingeschenkt, ein bisschen angestoßen – und sobald das Essen kommt, muss der Schaumwein seinen Platz räumen.

Also wirklich! So behandelt man doch keine guten Gäste. 😉

Dabei können gerade die kräftigen, cremigen und aromatischen Herbstgerichte ganz wunderbar mit Schaumwein harmonieren.

Und ich meine damit nicht nur Champagner!

Von österreichischem Sekt über italienischen Prosecco bis zu gereiften Schaumweinen aus anderen europäischen Regionen gibt es unglaublich viel zu entdecken.

Vier herbstliche Kombinationen habe ich für Euch ausgesucht. Und bei der einen oder anderen könnte sogar der überzeugteste Rotweintrinker ins Grübeln kommen.

🎃 1. Kürbis und Prosecco – eine kleine italienische Romanze

Beginnen wir mit dem Kürbis.

Im Herbst ist er praktisch überall. In Suppen, Risotto, aus dem Ofen und manchmal sogar dort, wo man ihn gar nicht erwartet.

Besonders gerne mag ich ihn im Ofen geröstet, mit etwas Feta, frischem Salbei und gutem Olivenöl.

Die leichte Süße des Kürbisses, die salzige Note des Käses und der würzige Salbei – das ist schon eine ziemlich charmante Kombination.

Und was kommt ins Glas?

Ein Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG Brut!

Ja, Prosecco kann nämlich viel mehr, als nur bei einem Empfang freundlich vor sich hin zu prickeln.

Ein hochwertiger Prosecco Brut bringt frische Frucht, lebendige Säure und eine angenehme Leichtigkeit mit.

Die Säure bildet einen schönen Kontrast zum cremigen Käse, während die Fruchtaromen den Kürbis begleiten können.

Mein Tipp: Achtet darauf, dass der Kürbis beim Rösten leicht karamellisiert. Die Röstaromen machen die Kombination noch interessanter.

Und wer Prosecco bisher ausschließlich als Aperitif betrachtet hat, darf seine Meinung gerne ändern. 😉

🍄 2. Schwammerl und österreichischer Sekt – eine überraschend elegante Beziehung

Frisch gebratene Steinpilze, Eierschwammerl oder Kräuterseitlinge, dazu vielleicht ein cremiges Risotto.

Allein beim Gedanken daran bekomme ich Hunger!

Pilze besitzen eine ganz besondere Aromatik: erdig, würzig, manchmal leicht nussig und voller Umami.

Und genau hier wird es für Schaumwein richtig spannend.

Mein Vorschlag: Ein Sekt Austria Reserve Extra Brut, am liebsten ein Blanc de Noirs aus Pinot Noir.

Warum?

Ein Sekt Austria Reserve verbringt mindestens 18 Monate auf der Hefe.

Während dieser Zeit können sich zusätzliche Aromen entwickeln, die beispielsweise an Brioche, Gebäck oder geröstete Nüsse erinnern.

Und diese Noten können wunderbar mit gebratenen Pilzen harmonieren!

Gleichzeitig sorgt die lebendige Säure des Sekts dafür, dass ein cremiges Risotto nicht zu schwer wirkt.

Mein Tipp: Pilze kräftig anbraten! Die dabei entstehenden Röstaromen sind eine wunderbare Brücke zu einem gereiften Schaumwein.

Übrigens zeigt sich gerade bei solchen Kombinationen, warum Schaumwein ein ernst zu nehmender Speisenbegleiter ist.

Auch wenn wir beim Genießen natürlich nicht allzu ernst bleiben müssen. 😉

🍗 3. Martinigansl und Rosé-Schaumwein – darf man das überhaupt?

Jetzt wird es richtig österreichisch!

Knuspriges Martinigansl, Rotkraut und Erdäpfelknödel.

Ein Klassiker, bei dem viele sofort an einen kräftigen Rotwein denken.

Verständlich.

Aber warum nicht einmal etwas anderes ausprobieren?

Einen charaktervollen Rosé-Schaumwein Brut aus Pinot Noir!

Zum Beispiel einen strukturierten Rosé-Champagner oder einen österreichischen Rosé-Sekt Reserve.

Und bevor jetzt jemand skeptisch die Augenbrauen hebt, schauen wir uns die Kombination genauer an.

Das Gansl bringt ordentlich Fett und kräftige Aromen mit.

Ein guter Rosé-Schaumwein besitzt genügend Säure, um einen erfrischenden Kontrast zum fettreichen Fleisch zu schaffen.

Gleichzeitig können seine roten Fruchtaromen wunderbar zum Rotkraut passen.

Besonders interessant wird es, wenn der Rosé durch längere Hefelagerung zusätzliche Struktur entwickelt hat.

Ein kleiner Tipp: Das Rotkraut sollte nicht zu süß zubereitet werden. Etwas mehr Frische und Säure können die Kombination mit einem trockenen Schaumwein deutlich harmonischer machen.

Und wer weiß?

Vielleicht bleibt der Rotwein beim nächsten Ganslessen tatsächlich im Keller.

Wobei ich nichts versprechen möchte. Manche Traditionen sind schließlich ziemlich hartnäckig! 😉

🌰 4. Maroni und Champagner – wenn der Herbst ein bisschen französisch wird

Maroni gehören für mich einfach zum Herbst.

Dieser wunderbare Duft von frisch gerösteten Maroni!

Aber sie können noch viel mehr, als uns beim Spaziergang die Hände zu wärmen.

Wie wäre es beispielsweise mit einer feinen Maroni-Sellerie-Suppe, etwas frischem Thymian und gerösteten Haselnüssen?

Cremig, leicht nussig, würzig – ein richtig schönes Herbstgericht.

Und dazu würde ich etwas Besonderes öffnen:

Einen gereiften Champagner Brut Nature!

Warum gerade diesen?

Maroni bringen eine natürliche, leicht süßliche und nussige Aromatik mit. Sellerie sorgt für würzige, erdige Noten.

Ein gereifter Champagner kann mit Aromen von Brioche, gerösteten Nüssen und feinen Hefenoten eine ausgesprochen interessante Verbindung zu diesem Gericht schaffen.

Seine Säure bildet wiederum einen angenehmen Gegensatz zur cremigen Konsistenz der Suppe.

Allerdings sollte die Suppe nicht zu süßlich ausfallen. Ein bisschen Zitronensaft oder frischer Thymian kann hier wahre Wunder wirken.

Mein Tipp: Serviert einen solchen Champagner nicht eiskalt. Gerade bei komplexen, gereiften Schaumweinen wäre es schade, wenn die feinen Aromen vor lauter Kälte kaum wahrnehmbar wären.

Und nein, Champagner muss nicht immer mit Austern oder Kaviar auf den Tisch kommen.

Manchmal reichen schon ein paar Maroni, um ihn glücklich zu machen. 😉

🥂 Und was lernen wir daraus?

Vor allem eines:

Schaumwein ist kein Getränk, das sich nach dem Aperitif höflich verabschieden muss!

Er darf bleiben.

Zum Kürbis, zu den Schwammerln, zum Gansl und sogar zur Maronisuppe.

Denn gerade beim Essen zeigen Schaumweine oft ihre spannendsten Seiten.

Ihre Säure kann einen wunderbaren Kontrast zu cremigen oder fettreichen Gerichten schaffen.

Längere Hefelagerung kann Aromen hervorbringen, die sich mit Pilzen, gerösteten Nüssen oder herzhaften Speisen hervorragend ergänzen.

Und ein kräftiger Rosé-Schaumwein kann selbst zu traditionellen österreichischen Gerichten eine ausgesprochen interessante Alternative sein.

Aber eines sollten wir dabei nicht vergessen:

Geschmack ist schließlich keine Mathematik!

Es gibt nicht immer die eine perfekte Kombination, die allen gefallen muss.

Manchmal entdeckt man eine echte Geschmackssensation.

Und manchmal stellt man fest, dass zwei ausgezeichnete Dinge zusammen trotzdem keine große Liebesgeschichte werden.

Aber genau das macht Food Pairing für mich so faszinierend!

🍾 Mein Vorschlag für Euren nächsten Herbstabend

Ladet ein paar Freunde ein, kocht etwas Schönes und stellt zwei unterschiedliche Schaumweine auf den Tisch.

Vielleicht einen frischen Prosecco Brut und einen gereiften österreichischen Sekt Extra Brut.

Oder einen Rosé Brut und einen Champagner Brut Nature.

Probiert beide zum selben Gericht!

Welcher Wein passt besser? Welcher verändert sich durch das Essen? Und welcher überrascht Euch am meisten?

Ich verspreche Euch: Der Gesprächsstoff wird Euch so schnell nicht ausgehen.

Und wenn Ihr Lust bekommen habt, noch mehr spannende Kombinationen kennenzulernen, lade ich Euch herzlich zu meinen Schaumwein- & Food-Pairing-Verkostungen in Wien ein.

Dort probieren wir gemeinsam, entdecken neue Geschmackserlebnisse und stellen manchmal auch die eine oder andere altbekannte Weinregel auf den Kopf.

Denn der Herbst darf ruhig gemütlich sein. Aber langweilig muss er deshalb noch lange nicht werden!

In diesem Sinne: Mahlzeit und viel Spaß beim Prickeln! 🥂

Eure Svetlana
Vienna Sparkling Life

Österreich kann nicht nur Walzer! Hier prickelt es ordentlich.

In Österreich hat fast alles seinen großen Auftritt: der Walzer, die Mehlspeisen und natürlich der Wein.Nur der Sekt steht manchmal ganz bescheiden daneben und wartet, bis ihn jemand einschenkt. Dabei hätte er allen Grund, sich in die erste Reihe zu drängeln!

Und weil man in Österreich gute Leistungen durchaus zu würdigen weiß, hat der Sekt sogar seinen eigenen Feiertag: Am 22. Oktober ist Tag des österreichischen Sekts!

Ein guter Anlass, sich einmal genauer anzuschauen, was da eigentlich in unseren Gläsern prickelt.

Denn österreichischer Sekt ist längst nicht mehr einfach nur Sekt. Da gibt es Herkunft, Qualitätsstufen und jede Menge Charakter.

Keine Sorge, wir machen jetzt keinen Weinbaukurs daraus. Ein paar Dinge sollte man allerdings wissen. Besonders, wenn man beim nächsten Sekteinkauf nicht nur nach dem schönsten Etikett entscheiden möchte. 😉

🇦🇹 Drei Stufen, drei Charaktere – und keiner ist langweilig!

Vielleicht habt Ihr schon einmal die Begriffe Sekt Austria, Reserve oder Große Reserve auf einer Flasche entdeckt.

Klingt ein bisschen nach Rangordnung beim Bundesheer, hat aber glücklicherweise wesentlich mehr mit Genuss zu tun.

Was steckt also dahinter?

🥂 Sekt Austria – der unkomplizierte Charmeur

Frisch, lebendig, fruchtig – so präsentieren sich viele Vertreter dieser Kategorie.

Die Trauben stammen aus einem einzigen österreichischen Bundesland. Bei der Herstellung sind unterschiedliche Methoden erlaubt.

Bei der Tankgärung verbringt der Sekt mindestens 6 Monate auf der Hefe, bei der Flaschengärung sind es mindestens 9 Monate.

Das Ergebnis? Häufig ein herrlich unkomplizierter Schaumwein, der mit seiner Frische und Fruchtigkeit begeistert.

Perfekt als Aperitif, zum gemütlichen Abendessen oder einfach für einen Dienstag, an dem man beschließt, dass das Leben ein bisschen mehr prickeln könnte.

Denn wer sagt eigentlich, dass man für eine gute Flasche Sekt einen besonderen Anlass braucht?

🥂 Sekt Austria Reserve – jetzt wird es etwas ernster. Aber nur im Keller!

Hier bekommen die Trauben bereits besondere Aufmerksamkeit.

Sie werden von Hand gelesen und als ganze Trauben besonders schonend gepresst.

Die zweite Gärung findet ausschließlich in der Flasche statt. Anschließend verbringt der Sekt mindestens 18 Monate auf der Hefe.

Und genau in dieser Zeit kann sich einiges entwickeln!

Neben frischen Fruchtaromen können auch feine Noten von Brioche, Gebäck oder Nüssen entstehen. Die Textur wirkt häufig etwas cremiger, der Geschmack vielschichtiger.

Kurz gesagt: Der Sekt bekommt mehr Ecken, Kanten und Persönlichkeit.

Wobei Ecken und Kanten bei einem Schaumwein natürlich ausgesprochen charmant sein können.

Für mich ist Reserve eine besonders spannende Kategorie. Hier entdeckt man österreichische Schaumweine, die nicht nur als Aperitif, sondern auch als Begleiter zu einem guten Essen richtig Spaß machen.

🥂 Sekt Austria Große Reserve – der Geduldige unter den Dreien

Hier darf man es wirklich nicht eilig haben.

Die Trauben stammen aus einem besonders eng definierten Herkunftsgebiet rund um eine Gemeinde, werden von Hand gelesen und schonend verarbeitet.

Die Herstellung erfolgt ausschließlich durch traditionelle Flaschengärung.

Und dann heißt es: mindestens 36 Monate auf der Hefe!

Drei Jahre!

In dieser Zeit könnte man eine Sprache lernen, unzählige Reisen unternehmen oder sich mehrmals neu verlieben.

Der Sekt bleibt währenddessen geduldig im Keller.

Und diese Geduld kann sich auszahlen.

Große Reserven können mit beeindruckender Komplexität, feiner Textur und einer faszinierenden Kombination aus Frische und Reifearomen begeistern.

Manchmal entdeckt man geröstete Nüsse, Brioche oder feine würzige Noten. Manchmal überrascht die Frische trotz der langen Reifezeit.

Und spätestens dann wird klar: Österreich muss sich mit seinen besten Schaumweinen international keineswegs verstecken.

Aber ist die Große Reserve jetzt automatisch die Beste?

Nein! Und genau das macht die Sache so interessant.

Ein Sekt, der drei Jahre auf der Hefe verbracht hat, muss nicht automatisch besser schmecken als einer mit neun Monaten Reifezeit.

Manchmal möchte man etwas Frisches, Fruchtiges und Unkompliziertes.

Und manchmal hat man Lust auf einen komplexen Schaumwein, bei dem man nach jedem Schluck etwas Neues entdeckt.

Es kommt auf den Anlass, das Essen und natürlich den persönlichen Geschmack an.

Übrigens spielt auch die Dosage eine Rolle: Während bei Sekt Austria unterschiedliche Süßegrade erlaubt sind, dürfen Reserve und Große Reserve maximal 12 Gramm Restzucker pro Liter enthalten.

Die beiden oberen Kategorien gibt es also ausschließlich in den trockenen Geschmacksrichtungen Brut, Extra Brut und Brut Nature.

🇦🇹 Und woran erkennt man einen echten Sekt Austria?

Ganz einfach!

Achtet beim nächsten Einkauf auf die rot-weiß-rote Banderole am Flaschenkopf.

Sie ist das sichtbare Zeichen für die geschützte österreichische Herkunft und geprüfte Qualität.

Denn Sekt Austria ist nicht einfach irgendein Schaumwein, der zufällig in Österreich abgefüllt wurde.

Die Trauben stammen aus Österreich, die Herstellung unterliegt klaren Vorschriften, und der fertige Sekt muss auch eine sensorische Qualitätsprüfung bestehen.

Da schaut also tatsächlich jemand ganz genau hin, bevor die Flasche bei Euch auf dem Tisch landet.

🥂 Mein persönlicher Tipp: Weniger Theorie, mehr Vergleich!

Natürlich könnte ich Euch jetzt noch stundenlang über Flaschengärung, Hefelagerung und österreichische Weinregionen erzählen.

Aber viel spannender ist es doch, die Unterschiede selbst zu entdecken.

Drei Gläser. Drei Sekte. Drei Qualitätsstufen.

Probiert sie nebeneinander!

Achtet auf die Frucht, die Säure, die Perlage und darauf, wie lange der Geschmack im Mund bleibt.

Vielleicht begeistert Euch die Frische eines Sekt Austria.

Vielleicht verliebt Ihr Euch in die elegante Cremigkeit einer Reserve.

Oder Ihr entdeckt bei einer Großen Reserve Aromen, mit denen Ihr überhaupt nicht gerechnet habt.

Und wer weiß? Vielleicht wird aus einem überzeugten Champagnerliebhaber plötzlich ein leidenschaftlicher Fan österreichischer Schaumweine.

Ich würde mich jedenfalls nicht wundern. 😉

Denn eines steht fest: Österreich hat beim Schaumwein viel mehr zu bieten, als manche vermuten.

Und dafür müssen wir nicht einmal weit reisen.

Manchmal liegen die spannendsten Entdeckungen direkt vor unserer Haustür.

Also: Hoch die Gläser auf den österreichischen Sekt! 🥂

Und wer Lust bekommen hat, die prickelnde Vielfalt Europas noch genauer kennenzulernen, ist bei meinen Verkostungen in Wien herzlich willkommen.

Eure Vienna Sparkling Life